ISO - Wert

 

 

International Standard Organisation = ISO

 

ISO ist ein Standard für die Lichtempfindlichkeitseinstellung eines Bildsensors. In der analogen Fotografie gab es Normen wie ASA und DIN (Angaben auf den jeweiligen Filmdosen), die in der digitalen Fotografie keine Anwendung mehr finden. Zum Beispiel: 100 ASA oder 100 ISO oder 21° DIN.

Damalige moderne Kameras hatten eine DX-Codierung und waren in der Lage zu erkennen, welche Lichtempfindlichkeit der eingelegte Film hatte. Allerdings hatte das den Nachteil, dass man den Film je nach Umgebungslicht wechseln musste.

Der ISO Standard in der digitalen Fotografie hat den Vorteil, dass man sich um die Lichtempfindlichkeit des Sensors keine Gedanken mehr machen muss. Man kann die Lichtempfindlichkeit  zu jeder Zeit und bei jedem Bild individuell dem Umgebungslicht anpassen. Ein glücklicher Umstand, der Zeit und Kosten spart.

ISO - Werte in ganzen Schritten

 

        25     50     100     200     400     800     1600     3200     6400     12800     25600     51200...

 

Wie bei den Blenden- und Zeiteinstellungen können auch die ISO - Werte in halben und drittel Schrittweiten erfolgen.

 

Die Veränderung des ISO - Wertes wirkt sich auf die Belichtungszeit aus.

 

Je kleiner der ISO - Wert, desto lichtunempfindlicher ist der Sensor. Wenn Du bei sonnigem Wetter fotografieren möchtest reicht ein  ISO - Wert von 100 oder 200 aus. Bei schwachen Lichtverhältnissen in Räumen, bei schlechtem Wetter oder in der Dämmerung sollte der ISO - Wert erhöht werden um weiterhin verwacklungsfrei aus der Hand fotografieren zu können. Je höher der eingestellte ISO - Wert ist, umso lichtempfindlicher ist der Bildsensor.

Bei den Abbildungen unten ist die Kamera (Nikon D300) auf Programmautomatik (P im Display oben links) eingestellt. Die Belichtungszeit ist grün makiert und der ISO - Wert ist rot markiert.

 

Blende:    f 4,5

Zeit:         1/60 Sek

ISO:          200

 

Der ISO - Wert wurde  manuell vorgegeben.

Die Belichtungsparameter (Blende/Zeit)

hat die Programmautomatik gewählt.

 

 

 

 

 

 

Blende:    f 4,5

Zeit:         1/125 Sek

ISO:          400

 

Der ISO - Wert wurde manuell um eine Stufe von

ISO 200 auf 400 verdoppelt. Dadurch reduzierte

sich die Belichtungszeit um die Hälfte von

1/60 Sek auf 1/125 Sek.

 

 

  

 

Eine Erhöhung des ISO - Wertes um einen ganzen Schritt (Verdoppelung), führt zur Halbierung der Belichtungszeit (ganzer Schritt). Das gibt Dir die Möglichkeit, bis in die Abendstunden oder bei sonstigen schwachen Lichtverhältnissen, ein verwacklungsfreies Bild aus der Hand zu fertigen,

Eine Änderung des ISO - Wertes hat immer eine Änderung der Belichtungszeit zur Folge.

Je kleiner der ISO - Wert umso länger ist die Belichtungszeit.

Je größer der ISO -Wert umso kleiner ist die Belichtungszeit.

Beachte!

 

Hohe ISO - Werte haben den Nachteil, dass das Grundrauschen des Bildsensors verstärkt wird. Dies äußert sich in einem verpixelten Bild bis hin zu Farbverfälschungen. Da dies bei jeder Kamera anders ist, empfehle ich Dir, Deine Kamera auszuprobieren um die Grenze des Erträglichen herauszufinden.

 

Die folgende Tabelle macht deutlich, wie - bei gleichbleibender Blende - durch die Änderung des ISO - Wertes die Belichtungszeit beeinflusst wird.

Blende

      Belichtungszeit    

ISO - Wert
 8 1/125 100
8 1/250 200
8 1/500 400
8 1/1000 800
8 1/2000 1600
8 1/4000 3200
8 1/8000 6400

Achtung!

 

Bei den orange markierten Werten besteht die Gefahr des Bildrauschens. Es gibt auch Kameras, bei denen sich sichtbares Rauschen schon früher bemerkbar macht. Man kann im Kameramenü Einstellungen vornehmen, die das Bildrauschen bei hohen ISO - Werten reduzieren. Dies wirkt sich allerdings negativ auf die Zeichnung und somit leider auch auf die Bildqualität, insbesondere die Schärfe aus.

 

Bildrauschen

 

Als Bildrauschen werden Störungen bezeichnet, die keinen Bezug zum aufgenommenen Bild haben. Diese Störungen treten in Form von Pixeln auf, die in Farbe (Chrominanzrauschen) und in Helligkeit (Luminanzrauschen) von denen des aufgenommenen Bildes abweichen. Der Umfang des Rauschens ist von der Qualität der Digitalkamera abhänging. Dabei spielt die Größe der einzelenen Pixel eine wichtige Rolle. Bei gleicher Pixelanzahl hat ein kleinerer Sensor ein stärkeres Rauschen als ein größerer Sensor, da der Abstand zwischen den Pixeln geringer ist. Je kleiner die Pixel sind, desto weniger Licht können sie aufnehmen und das bedeutet mehr Rauschen bzw. mehr Störsignale auf dem Bildsensor. Höhere ISO - Empfindlichkeiten lassen infolge des höheren Ennergiebedarfs die Sensortemperatur ansteigen, was ebenfalls zu Bildrauschen führt.

 

                     ISO 200                                          ISO 800                                           ISO 3200